Facebook
mebino GmbH
 Startseite | Links | Kontakt

Imam besucht Godehardistift-Religionslehrerin von mebino bei Austausch anwesend

Für das Altenpflegeheim Godehardistift war dieser Besuch etwas Neues. Der türkische Imam Abdullah Kumus hatte darum gebeten sich einmal ein deutsches Altenpflegeheim anschauen zu dürfen und mebino vermittelte hierauf hin den Kontakt zum Godehardistift in der Posthornstrasse in Linden-Mitte.

Als Übersetzer hatte Imam Kumas den Dialogbeauftragten der türkischen Religionsbehörde DITIB mitgebracht. Denn der Imam ist nur für eine vorübergehende Zeit nach Deutschland entsandt worden, um hier islamisch-türkische Aktivitäten zu unterstützen und spricht kein deutsch.

In der Türkei sind Altenpflegeheime noch nicht verbreitet. Die Pflege der Alten in ihren Familien ist der Normalzustand wie es in Deutschland vor vielen Jahrzehnten auch der Fall war. Der Koran sieht ausdrücklich die Pflege der Alten durch die Kinder vor, führt Soner Dumas aus. Die moderne Zeit hat professionelle Hilfe zu Hause und in Heimen zur Folge. Im Godehardistift gab es bereits muslimische Bewohner. Es zeigte sich dabei, dass es kulturelle Unterschiede gibt. So bekamen diese Bewohner viel häufiger und mehr Besucher als andere, was nicht allen gefiel. Der Familienzusammenhalt ist bei dieser Bewohnergruppe größer, als bei anderen.

Im Laufe des Gespräches ergab sich, dass für die Aufnahme von muslimischen Bewohnern nach den Vorstellungen der DITIB einiges beachtet werden muss. So sollte die Pflege durch gleichgeschlechtliches Personal erfolgen. Ausnahmen darf es bspw. nur des Nachts geben, wenn wenig Personal anwesend ist. Auch das fünfmalige tägliche Beten wäre demnach eine muslimische Pflicht. Dafür sollte vielleicht ein besonderer Raum zur Verfügung stehen. Die Sprachfähigkeiten des Personals sollte auch zu den Bewohnern passen. So sind Demenzkranke irgendwann nur noch fähig ihre erste Kindheitssprache zu sprechen, auch wenn sie später andere Sprachen gut beherrscht haben. Das gilt auch für Deutsche, die bspw. mit einem deutschen Dialekt aufgewachsen sind und plötzlich das Hochdeutsche nicht mehr verstehen. Bei Bewohnern mit türkischer Herkunft sollte daher das Personal auch teilweise diese Sprache beherrschen.
Dafür gibt es bereits Raziye Soritas. Sie ist eine türkischstämmige Pflegerin, die dieses Gespräch begleitete und gleich auf türkisch Erläuterungen und Übersetzungen durchführen konnte.
Bei einem abschließenden Rundgang konnte erlebt werden wie die Bewohner mit verschiedenen Graden von Alterungserscheinungen umsorgt wurden.

Bitte beachten Sie:
Wir sind in Hannover in neue,
größere Räumlichkeiten umgezogen.
Neue Anschrift:

Deisterstrasse 17a, 2. OG
30449 Hannover


clear